Chile aus ungewöhnlicher Perspektive
Am Freitag 04.03.11 ließen es sich über 70 Männer und Frauen aus Stötten, Schnittlingen, Treffelhausen, Böhmenkirch und Steinenkirch nicht nehmen, im Steinenkircher Dorfhaus das südamerikanische Land Chile kennen zu lernen und für es zu beten.Denn am Freitag war Weltgebetstag – das heißt, dass in Kirchengemeinden auf der ganzen Welt ein bestimmtes Land aus der Perspektive dortiger Frauen vorgestellt wird. In diesem Jahr haben chilenische Frauen das Liturgieheft erstellt. Sie stellen darin ihr Land vor mit all seinen schönen Seiten, mit seinen Liedern, aber auch mit wirtschaftlichen und kulturellen Schwierigkeiten, mit denen die Menschen dort zu kämpfen haben.
Das Dorfhaus war vom vielköpfigen Organisationsteam um Heidi Gold aufs Schönste dekoriert worden. Das 4300 Kilometer lange, schmale Land an der Westküste Südamerikas war mit Tüchern, Kakteen und Deko-Artikeln stilisiert auf dem Boden ausgelegt worden und bildete so einen optischen Mittelpunkt.
Im Laufe eines eineinhalbstündigen Gottesdienstes schlüpften die Frauen aus dem Vorbereitungs-Kreis in die Rollen der Chileninnen, die aus ihrem Land berichteten. Auf diese Weise wurden die Inhalte der Liturgie anschaulich und nachvollziehbar dargestellt. Dazu kamen die tollen Lieder, die vom Gemischten Chor Steinenkirch und einem Instrumenten-Quartett (Karin Leibold Percussion, Kuno Leibold Gitarre, Harald Grimm Flügel und Kerstin Bader mit Querflöte) begleitet wurden.
Und das Thema „Welche Brote (=Begabungen) hast du?“ setzten die Verantwortlichen im Kreis des Publikums ebenfalls auf originelle Weise um.
Doch in Steinenkirch konnten die Besucher das Land noch auf eine weitere Weise kennen lernen, nämlich aus der Sicht eines „Einheimischen“. Juan Zuniga aus Eybach, gebürtiger Chilene, war nämlich auf die Alb gekommen, um seine Heimat mit Fotos und einer sehr lebendigen Schilderung lebendig zu machen.
Außerdem nutzten die Gäste die Gelegenheit, Snacks und Brote mit diversen „chilenisch-schwäbischen Aufstrichen“ zu genießen, dazu je nach Geschmack chilenischen Wein oder Mate-Tee. Und nicht zuletzt war es möglich, Ware aus diesem und anderen Ländern aus dem Geislinger Weltladen vor Ort einzukaufen – und auch damit wieder Gutes zu tun.
Die Kollekte aus dem Gottesdienst – ein Zeichen weltweiter Verbundenheit und Solidarität - erbrachte 483 Euro für Frauenprojekte des Weltgebetstagskomitees.
Claudia Burst
www.weltgebetstag.de





